Am letzten Wochenende hatte ich das Vergnügen einen "alten" 1und1 Rootserver mit Debian mit Plesk 8.6 auf einen "neuen" Rootserver mit Plesk 9.5.2 unter CentOS 5 mit ca. 20 Kunden und ca. 60 Domains umziehen zu dürfen.
Ablauf:
- auf dem "Alten" den FTP-Service ausschalten und die mit dem Migration Manager die Domains ohne Email-Daten umziehen
- dann auf dem "Alten" den Mail-Servcie ausschalten
- alle DNS Einträge umstellen. Propagation dauert doch ganz schön lange. Bei mir 4-6 h, bei Google ca. 36h
- mit dem Migration Manager noch die die Mails umziehen
- auf dem "Alten" alle restlichen Services deaktivieren
Meine Erfahrungen hierbei waren die folgenden:
- alle Domains mit dem Migration Manager auf Einmal umziehen ist eine schlechte Idee, denn das bricht mal gerne ab, ohne Fehlermeldung
- Der Migration Manager frisst gerne RAM und hängt öfter als Zombie herum. Häufiger Neustart hilft zwischen den einzelnen Vorgängen
- bei einer großen Domain (> 10GB) schlägt die automatische Migration fehl; ein Plesk-Restore mit manuellem Transfer von einem Plesk-Backup dieser Domain vom "alten" Server funktioniert allerdings
- bei einer Domain hatte der Datenbank-User im MySQL keine Berechtigung mehr auf die eigene Datenbank zuzugreifen. Im phpMySqlAdmin repariert.
- Berechtigungen im Kunden-httpdocs Verzeichnis müssen fast alle manuell dem Domain-User zugewiesen werden, da vorher mit mod_php angelegte Dateien als Web-Benutzer angelegt wurden und mit php als cgi nicht funktioniert
- wenn Greylisting benutzt daran denken, man spamdyke-pop-before-smtp.pl wieder einbaut
Zusammenfassend war das keine erfreuliche Erfahrung; es ging aber doch an einem Samstag. Puuuh.